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Was kostet ein Coaching? Preise, Faktoren – und die Frage, die wichtiger ist

Es ist die Frage, die fast jeder stellt und die kaum jemand auf seiner Website beantwortet. Man schaut auf drei Coaching-Seiten, findet dreimal „auf Anfrage" und geht mit dem Gefühl weg, dass man sich das vermutlich nicht leisten kann.

Also der Reihe nach.

Was kostet ein Coaching pro Stunde?

Die Spanne ist groß. Laut der RAUEN Coaching-Marktanalyse lag das durchschnittliche Honorar pro Zeitstunde zuletzt bei rund 128 Euro netto für Privatpersonen und rund 330 Euro netto für Unternehmen. In der Praxis reicht das Feld von etwa 100 Euro bis zu 500 Euro und mehr – je nach Erfahrung, Spezialisierung und Zielgruppe.

Das sind Durchschnitte, keine Preisliste. Sie sagen dir vor allem eines: Es gibt keinen „normalen" Preis.

Was bestimmt den Preis?

Vier Dinge, und sie erklären fast die gesamte Spanne:

Erfahrung und Qualifikation. Wer seit zwanzig Jahren mit Geschäftsführern arbeitet, ruft andere Sätze auf als jemand mit einem Wochenendzertifikat. Beides darf sich „Coach" nennen – der Beruf ist in Deutschland nicht geschützt.

Zielgruppe. Business- und Executive-Coaching liegt regelmäßig beim Zwei- bis Dreifachen des Privatkunden-Honorars. Nicht, weil die Arbeit anders ist, sondern weil das Budget ein anderes ist.

Format und Dauer. Einzelstunde, Paket, Begleitungsprozess über Monate – das sind völlig verschiedene Produkte, die sich schlecht auf einen Stundensatz herunterrechnen lassen.

Was mitgekauft wird. Erreichbarkeit zwischen den Terminen, Vor- und Nachbereitung, Dokumentation. Bei manchen ist das enthalten, bei anderen kommt es dazu.

Warum der Stundensatz die falsche Kennzahl ist

Weil er misst, wie lange jemand redet – nicht, was sich verändert.

Ein Beispiel: Zwei Angebote, 150 Euro und 250 Euro pro Stunde. Das erste wirkt günstiger. Nur: Wenn du nach acht Sitzungen genau da stehst, wo du vorher warst, hast du 1.200 Euro für Erkenntnisse ausgegeben, die du bereits hattest. Das ist kein Schnäppchen. Das ist Geld für Gespräche.

Die ehrlichere Frage lautet deshalb nicht: Was kostet die Stunde?

Sondern: Was kostet es mich, wenn sich nichts ändert?

Rechne das ruhig einmal aus. Nicht in Euro – in dem, was du gerade zahlst: die Erschöpfung, die Abende, an denen du nicht ansprechbar bist, die Entscheidungen, die du vor dir herschiebst. Das ist ein Preis, und du zahlst ihn bereits, jeden Monat, ohne Rechnung.

Was kostet die Begleitung bei mir?

Ich rechne nicht in Stunden. Ich arbeite in Begleitungszeiträumen von drei, sechs oder neun Monaten – mit festem Rhythmus, Erreichbarkeit dazwischen und einem klaren Ende.

Das hat einen Grund, keinen Marketing-Trick: Was sich über Jahre aufgebaut hat, löst sich nicht in sechs Sitzungen auf. Wer mir eine Einzelstunde abkaufen will, kauft ein Gespräch. Das kann ein gutes Gespräch werden. Es wird aber selten etwas verändern.

„Die Investition liegt je nach Format z.B. im Personal Coaching zwischen ab 3 Monate Begleitung 1.290 € (430 € monatlich) und bis 3.690 € (410 € monatlich) für 9 Monate Begleitung. Die genauen Konditionen findest du unter Kosten und Module oder besprechen wir im Erstgespräch."

Das Erstgespräch dauert 30 Minuten, ist kostenlos und unverbindlich. Kein Verkaufsgespräch. Wenn ich nicht der Richtige bin, sage ich dir das.

Zahlt die Krankenkasse ein Coaching?

In der Regel nein. Coaching ist keine Heilbehandlung, sondern eine Beratungsleistung – gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten üblicherweise nicht. Manche Kassen bezuschussen Präventionsangebote zu Stress und mentaler Gesundheit; das ist aber die Ausnahme und lohnt allenfalls eine Nachfrage bei deiner Kasse.

Wenn du eine psychische Erkrankung hast oder in einer akuten Krise steckst, ist ohnehin nicht Coaching der richtige Weg, sondern eine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung – und die wird von den Kassen getragen.

Kann ich Coaching steuerlich absetzen?

Wenn das Coaching beruflich veranlasst ist – etwa für Führungskräfte, Selbstständige oder im Rahmen beruflicher Weiterentwicklung –, sind die Kosten in der Regel als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzbar. Rein privates Life-Coaching ist es üblicherweise nicht. Für den Einzelfall entscheidet dein Steuerberater; ich bin kein Steuerberater und dieser Artikel ist keine steuerliche Beratung.

Kann mein Arbeitgeber das bezahlen?

Häufig ja. Viele Unternehmen haben Budgets für Führungskräfteentwicklung und Personalentwicklung, aus denen Coaching finanziert wird. Du bekommst eine ordentliche Rechnung, die entsprechend verbucht werden kann.

Der Weg ist meist einfacher, als Menschen denken: Man fragt. Und man argumentiert nicht mit dem eigenen Befinden, sondern mit dem, was das Unternehmen davon hat – klarere Entscheidungen, stabilere Führung, weniger Ausfall. Wenn du willst, spreche ich auch direkt mit deiner HR-Abteilung.

Ist Coaching zu teuer?

Diese Frage kann dir niemand abnehmen, aber sie lässt sich schärfen: Teuer im Verhältnis wozu?

Zu einem Wochenendseminar für 400 Euro, nach dem in drei Wochen alles wieder ist wie vorher? Dann ja.

Zu einem weiteren Jahr, in dem du funktionierst, aber nicht mehr spürst wofür? Dann eher nicht.

Ich sage niemandem, dass er sich das leisten muss. Ich sage nur: Der Preis eines Coachings ist sichtbar. Der Preis des Weitermachens ist es nicht – und deshalb wirkt er kleiner, als er ist.


Häufige Fragen zu den Kosten

Was kostet ein Coaching im Durchschnitt? Marktanalysen nennen zuletzt rund 128 Euro netto pro Zeitstunde für Privatpersonen und rund 330 Euro netto für Unternehmen. Die tatsächliche Spanne reicht von etwa 100 bis über 500 Euro, abhängig von Erfahrung, Zielgruppe und Format.

Warum sind Coaching-Preise so unterschiedlich? Weil der Beruf „Coach" in Deutschland nicht geschützt ist und jeder seinen Preis frei bestimmt. Ausbildung, Erfahrung, Spezialisierung und Zielgruppe erklären den größten Teil der Unterschiede.

Was kostet ein mehrmonatiges Coaching-Programm? Deutlich mehr als eine Einzelstunde, aber es ist auch ein anderes Produkt: fester Rhythmus, Erreichbarkeit zwischen den Terminen, Arbeit an tieferliegenden Mustern. Übliche Programme über mehrere Monate bewegen sich je nach Anbieter und Zielgruppe im vierstelligen Bereich.

Ist das Erstgespräch kostenpflichtig? Bei seriösen Anbietern in der Regel nicht. Ein kostenloses, unverbindliches Erstgespräch gilt als Zeichen von Seriosität – es dient dem gegenseitigen Kennenlernen, nicht dem Verkauf.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten? In der Regel nicht. Coaching ist keine Heilbehandlung. Bei psychischen Erkrankungen ist Psychotherapie der richtige Weg – und die wird von den Kassen übernommen.

Ist Coaching steuerlich absetzbar? Bei beruflicher Veranlassung meist ja, bei rein privaten Anliegen meist nein. Die Einordnung im Einzelfall macht dein Steuerberater.

Gibt es Ratenzahlung? Bei längeren Begleitungen ist eine monatliche Zahlweise verbreitet. Sprich es im Erstgespräch an.

Woran erkenne ich, dass ein Preis unseriös ist? Nicht an der Höhe, sondern am Drumherum: Druck zur sofortigen Entscheidung, Rabatte „nur heute", Erfolgsversprechen und intransparente Zusatzkosten sind Warnzeichen – unabhängig davon, ob 90 oder 400 Euro aufgerufen werden.


Der nächste Schritt kostet nichts. 30 Minuten, kostenlos, unverbindlich. Wir klären, wo du stehst und ob ich der Richtige bin, dich zu begleiten. Coaching in Ulm, Neu-Ulm und deutschlandweit online.

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Sich dem Besseren zuzuwenden, anstatt sich vom Schlechten zu entfernen, ist eine Haltung, um

das Leben anzunehmen, anstatt es abzulehnen.